
Strände, Dörfer und lokale Traditionen.
Unsere Tage auf «Lombok»
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Tag 58: Abenteuer in «Tetebatu» – Reisfelder, Wasserfälle und Handwerkskunst (Sonntag, 27.04.2025)
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Die Nacht war leider nicht die ruhigste. Bereits um 04:30 Uhr weckten uns die vielen Moscheen in der Umgebung, und um 05:00 Uhr meldete sich auch noch ein Geko in unserem Bungalow. Unser Morgen begann trotzdem gemütlich: Gegen 08:30 Uhr genossen wir ein Frühstück auf unserer Terrasse.
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Um 09:00 Uhr wurden wir von unserem Guide abgeholt. Er meinte zwar, wir sollten Flip-Flops und Badesachen anziehen – aber unser Instinkt sagte uns: lieber Turnschuhe, lange Hosen und die Badesachen einfach mitnehmen. Eine goldrichtige Entscheidung, denn es ging mitten durch den Dschungel!
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Unsere Tour startete mit einem Spaziergang durch ein wunderschönes Sticky-Rice-Reisfeld. Dort sahen wir eine Familie, die gerade Reis erntete – und das von Hand. Sticky Rice ist deutlich aufwendiger in der Ernte. Wir durften sogar ein paar rohe Körner probieren, die erstaunlich süss schmeckten. Besonders herzig war eine kleine Szene mit zwei Jungs, die im Feld standen, an den Reiskörnern kauten und uns schüchtern zulächelten. Der Reis hier wird nicht exportiert, sondern ausschliesslich für den Eigenbedarf genutzt.
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Anschliessend ging es weiter in den «Monkey Forest von Tetebatu». Hier leben die sogenannten Black Monkeys, die vor allem am Morgen aktiv sind. Nach einigem Suchen entdeckten wir eine kleine Gruppe und konnten sie in Ruhe aus der Ferne beobachten. Insgesamt leben nur noch rund 40 dieser Tiere im Gebiet – etwa elf davon bekamen wir zu Gesicht. «Tetebatu» hat wirklich noch diesen ursprünglichen Charme, den wir von «Bali» in Erinnerung hatten – kaum Touristen, dafür pure, unberührte Natur.
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Danach besuchten wir eine Reisplantage, wo wir selbst bei der Ernte helfen durften. Eine schweisstreibende Arbeit, besonders bei über 30 Grad in der Sonne. Weiter ging es zu zwei Wasserfällen, dem «Durian Indah Waterfall» und dem «Tetebatu Waterfall». Hübsch anzusehen, aber im Vergleich zu anderen Wasserfällen, die wir bisher besucht hatten, eher unspektakulär.
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Ein Highlight war die wunderschöne Reisterrasse, die uns stark an das ursprüngliche «Tegallalang» bei Ubud in Bali erinnerte – bevor der Massentourismus alles veränderte. Unterwegs probierten wir frische Früchte wie Bananen und Mangos und sahen viele verschiedene Pflanzen – Avocado-, Kakao- und Vanillebäume.
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Anschliessend folgte ein kleines Abenteuer: der «Air Terjun Sarang Walet Tetebatu» Wasserfall. Dafür mussten wir durch den Fluss waten – stellenweise bis zur Hüfte –, über eine halb kaputte Hängebrücke balancieren und über Felsen klettern. Am Ziel wartete ein brauner Tümpel mit Wasserfall, in dem einige Einheimische badeten. Wir liessen die Szenerie lieber auf uns wirken und genossen das Treiben aus der Ferne.
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Nach einer verdienten Pause mit lokalem Kaffee und Tee – begleitet vom Duft frischer Vanille – endete unser Vormittagsteil. Wir assen im Hotel eine Kleinigkeit, denn bis dahin hatten wir schon über 13'000 Schritte hinter uns.
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Am Nachmittag ging es weiter, nachdem ein kurzer Regenschauer uns zum Warten zwang. Unser Guide ging davon aus, dass wir Roller fahren können, und gab uns kurzerhand einen, um ihm zu folgen. Während wir auf besseres Wetter warteten, kamen wir mit Einheimischen ins Gespräch, die vor einer Garage ein Brettspiel spielten – eine unerwartet schöne Begegnung.
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Unser erster Stopp am Nachmittag war das «Weaving Village», wo traditionelle Sarongs von Hand gewebt werden. Für einen Sarong von 40 cm Breite und vier Metern Länge benötigen die Frauen rund einen Monat – alles reine Handarbeit. Wir wurden sogar traditionell eingekleidet, was eine besondere Erfahrung war.
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Unterwegs fielen uns die vielen, teils prachtvollen Moscheen auf. Auf «Lombok» sind rund 90 % der Bevölkerung muslimisch – ganz anders als auf «Bali», «Nusa Penida» oder den «Gili Islands», wo der Hinduismus dominiert.
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Als Souvenir kauften wir ein Armband im Sarong-Stil – eine schöne Erinnerung. Danach besuchten wir das «Bamboo Village», wo wir bei der Herstellung kleiner Produkte wie Taschen und Körbe halfen. Das Flechten war erstaunlich anspruchsvoll, obwohl die fertigen Stücke ganz einfach wirken. Erschreckend war, wie wenig die Handwerkerinnen für ihre Arbeit verdienen, wenn man die späteren Marktpreise bedenkt. Trotzdem empfingen sie uns herzlich, boten uns selbstgemachte Chips und Getränke an und schenkten uns als Überraschung sogar improvisierte Verlobungsringe aus Bambus – da wir unsere echten Ringe aus Sicherheitsgründen zu Hause gelassen hatten.
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Zum Abschluss kauften wir handgemachte Bambus-Untersetzer – kleine Kunstwerke mit grosser Bedeutung. Gerade die Besuche im «Weaving Village» und im «Bamboo Village» können wir sehr empfehlen. Es war eindrücklich, selbst Hand anlegen zu dürfen und die Menschen hinter diesen Arbeiten kennenzulernen.
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Als es dunkel wurde, kehrten wir ins Hotel zurück, bestellten uns etwas zu essen und packten unsere Sachen. Davide diskutierte derweil noch mit einem Geko im Bungalow – ein passender Abschluss für diesen Tag. Morgen früh geht es weiter: Unser Fahrer bringt uns in den Süden von «Lombok» nach «Kuta». Endlich wieder ein Ort mit vielen Restaurants.


















































Tag 59: Strände, Armbänder und tierische Hotelgäste (Montag, 28.04.2025)
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Um 07:00 Uhr holte uns unser Fahrer ab und brachte uns in etwa anderthalb Stunden zu unserem neuen Hotel, dem «Twiny’s». Da wir zu früh ankamen, konnten wir noch nicht einchecken. Also liessen wir unser Gepäck dort, mieteten einen Roller und fuhren direkt los zum ersten Strand: dem «Selong Belanak Beach».
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Der «Selong Belanak Beach» ist bekannt als perfekter Anfängerstrand zum Surfen, eignet sich aber auch wunderbar zum Baden. Der Strand war traumhaft schön – feiner Sand, keine Steine, und er zog sich weit entlang der Küste. Wir mieteten zwei Liegestühle mit Sonnenschirm und genossen entspannte Stunden am Meer.
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Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg ins «Mango Rooftop Restaurant». Natürlich gab es – wie könnte es anders sein – wieder einmal Tapas.
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Anschliessend fuhren wir weiter zum «Mawun Beach». Bei Ebbe zeigte sich, dass der Strand stellenweise steinig ist, aber dennoch weitläufig und wunderschön. Einige Kinder verkauften selbstgemachte Armbändchen und Fusskettchen. Spontan spielten wir mit ihnen das Land-Hauptstadt-Spiel: Einer nannte ein Land, der andere musste die Hauptstadt erraten. Am Ende verloren wir, weil sie uns ein besonders schwieriges afrikanisches Land nannten – und kauften als „Strafe“ ein paar Bändchen. So waren wir am Schluss reich geschmückt mit Armbändern und Fusskettchen.
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Auch am «Mawun Beach» spielten wir Karten, relaxten auf den Liegestühlen und genossen ein kühles Getränk, bevor wir gegen 17:00 Uhr zurück ins Hotel fuhren und endlich einchecken konnten.
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Das «Twiny’s» ist wirklich ein besonderer Ort: Auf «Booking.com» steht sogar ausdrücklich, dass man hier nur buchen sollte, wenn man Tiere liebt – denn es leben drei Hunde und eine Katze auf dem Gelände. Kaum öffneten wir unser Zimmer, war die Katze natürlich schon drinnen und machte es sich gemütlich.
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Am Abend machten wir uns frisch fürs Abendessen. Wir hatten ein Restaurant entdeckt, das wir bereits von «Gili Air» kannten – das «Mama Pizza». Und auch hier war die Pizza genauso lecker wie damals. Noch besser: Das Restaurant lag nur vier Minuten zu Fuss von unserem Hotel entfernt – das musste ein Zeichen sein. So liessen wir den Abend entspannt ausklingen.





















Tag 60: Pink Beach, freche Affen und ein argentinisches Festmahl (Dienstag, 29.04.2025)
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Nach dem Frühstück im Hotel machten wir uns auf den Weg zum «Pink Beach», rund anderthalb Stunden entfernt. Kurz bevor wir ankamen, wurden wir etwas stutzig – das Navi zeigte plötzlich eine andere Route an, als uns zuvor empfohlen wurde. Am Ende landeten wir bei einer von etwa vier verschiedenen «Pink Beaches». Welcher nun der schönste ist, wissen wir bis heute nicht.
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Das Wasser war jedenfalls traumhaft türkis und klar – doch der Sand ausserhalb des Wassers war leider stark verschmutzt, und überall streunten Affen herum, die den Badegästen die Taschen durchwühlten. Von Entspannung konnte also keine Rede sein. Nach einem kurzen Bad – Davide lernte dabei zufällig einen Franzosen kennen, der direkt an der französisch-schweizerischen Grenze lebt – und einem Erfrischungsgetränk fuhren wir weiter zum «Tanjung Aan Beach».
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Dort kehrten wir in die «Treeocean Beach Bar» ein, wo wir etwas Kleines zu essen bestellten und dafür zwei Liegestühle mit Sonnenschirm in der ersten Reihe bekamen. Wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag, spielten Karten und genossen die Sonne.
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Auf dem Rückweg machten wir einen spontanen Stopp beim «Pertamina Mandalika International Circuit». Hier fanden bereits bekannte Rennen wie die MotoGP und die Superbike-Weltmeisterschaft statt. Wir durften sogar auf die Tribüne – auch wenn gerade kein Rennen lief, war es beeindruckend, die Anlage einmal aus der Nähe zu sehen.
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Danach ging es zum «Mandalika Barber Shop» für Davide, während ich mir einen Frappée gönnte. Zuvor hielten wir kurz am «Kuta Beach» – allerdings war gerade Ebbe, weshalb sich der Besuch nicht wirklich lohnte. Zurück im Hotel sprangen wir noch kurz in den Pool. Ein Mitarbeiter war ebenfalls mit seinen zwei Kindern im Wasser, und der kleine Junge konnte kaum aufhören, uns immer wieder „Hello“ zuzurufen – unglaublich herzig.
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Am Abend machten wir uns fertig für das Dinner im «Gaucho Woodfire Steakhouse». Und was sollen wir sagen – wow! Das argentinische Steak war absolute Spitzenklasse und eines der besten, das wir je gegessen haben. Anschliessend schlenderten wir über die Strassenstände, fanden endlich einen Magneten für unsere Sammlung und liessen uns danach im «Dayang Spa Rere» noch eine Pedicure und Massage gönnen – die perfekte Verwöhnung, bevor es morgen weitergeht.
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Jetzt heisst es wieder: packen. Morgen steht ein langer Reisetag an – und endlich wieder einmal Flüge.






























Unsere Reise geht weiter nach «Komodo».
Lies hier, wie wir von Lombok aus starten, welche Abenteuer uns auf der Überfahrt erwarten und wie uns die faszinierende Natur und die einzigartigen Komodowarane direkt in ihren Bann ziehen.​​
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*Alle Angaben ohne Gewähr
**Alle Informationen im April 2025