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Die Westküste Portugals entdecken in 12 Tagen:
Von Nazaré bis zur Algarve

  • Lissabon

  • Mafra

  • Ericeira

  • Sintra

  • Nazaré

  • Peniche

  • Maceira

  • Estoril

  • Cascais

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  • Setúbal

  • Tróia

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  • Carvoeiro

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  • Alvor

  • Ferragudo

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Tag 1: Ankunft in Lissabon, Portugal (Sonntag, 08.09.2024) 

Der Flug in Richtung «Lissabon» hatte einige Verzögerungen, wir waren froh, dann endlich angekommen zu sein. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, ging es mit dem Shuttle zu «Klass Wagen», um unseren gemieteten VW T-CROSS abzuholen. Die Fahrt ins Stadtzentrum war unkompliziert, und da es in Portugal eine Stunde früher ist als in der Schweiz, hatten wir mehr Zeit.

Unser Hotel, das «Dinya Lisbon Hotel & Lounge Bar», war zentral gelegen und bot einen guten Ausgangspunkt für unsere Erkundungen. An der Rezeption fragten wir nach einer Empfehlung, und der Mitarbeiter empfahl uns das «Restaurant Portugália», nur sechs Minuten zu Fuss entfernt. Das Restaurant hatte eine gemütliche Atmosphäre, und wir genossen ein paar typisch portugiesische Gerichte. Es war eine angenehme Möglichkeit, den ersten Abend in der Stadt zu verbringen.

Nach dem Essen machten wir einen kurzen Spaziergang durch die Umgebung, bevor wir erschöpft ins Hotel zurückkehrten. Wir freuten uns auf die Erkundungen, die uns am nächsten Tag erwarten würden.

Tag 2: Erkundung von Lissabon und Familienbesuch (Montag, 09.09.2024)

Am zweiten Tag in Lissabon machten wir uns auf, so viele «Sehenswürdigkeiten» wie möglich in einem halben Tag zu besuchen. Die Stadt ist modern und offen, und wir waren gespannt auf die vielen Eindrücke, die uns erwarteten.

Unser erster Halt war die «Pink Street». Um ehrlich zu sein, die Strasse ist nur etwa 250 Meter lang, und während wir jetzt sagen können, dass wir dort waren, kann man sie getrost auslassen, wenn man nicht viel Zeit hat. Dennoch ist das Viertel lebhaft und bietet zahlreiche Restaurants, die einen Besuch wert sind, besonders im Vergleich zu Belém. Wir schlenderten durch die Altstadt von Lissabon und entdeckten noch folgende Sehenswürdigkeiten: «Elevador de Santa Justa», «Praça do Comércio», «den Hafen Doca Da Marinha» und «die Stadt».

Danach ging es weiter nach «Belém», wo der beeindruckende «Torre de Belém» auf uns wartete. Dieses historische Wahrzeichen liegt direkt am Ufer des Tejo und begeistert mit seiner beeindruckenden Architektur und Geschichte. Neben dem Turm fiel uns die «Ponte 25 de Abril» auf, die stark an die Golden Gate Bridge erinnert – eine amüsante Entdeckung!

Ein absolutes Muss in Belém ist das Probieren eines «Pastel de Nata». Diese köstlichen Puddingtörtchen kommen aus der Region und sind einfach unübertroffen – ein wahrer Genuss! In Lissabon könnt ihr wirklich sehr günstig auch mit dem Uber herumfahren - das lohnt sich viel mehr als mit dem Auto und immer die Parkplätze, sofern ihr überhaupt einen findet, zu bezahlen. 

Nach der Erkundung der Sehenswürdigkeiten und Belém fuhren wir in die Gegend von «Mafra», um unseren Grossvater im Altersheim zu besuchen. Es war ein emotionaler Moment, und wir waren froh, diese Zeit mit ihm verbringen zu können. Nach dem Besuch hielten wir an unserem Hausstrand «Praia do Magoito», der immer wieder für seine Schönheit sorgt. Ein perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

Anschliessend fuhren wir zum Haus unserer Grosseltern, wo wir viele schöne Erinnerungen auffrischen konnten. Das Haus hat einen grossen Umschwung, drei Schlafzimmer, zwei Küchen, ein Wohnzimmer und einen Wintergarten. Unsere Grosseltern waren früher Bauern und hatten alles von Rindern bis zu Hühnern auf ihrem Grundstück. Es war schön, an diese Zeiten zu erinnern.

Am Abend trafen wir uns mit einem Teil der engeren Familie in einem einheimischen Restaurant namens «Adega das Azenhas». Das Essen war unglaublich lecker, und es war schön zu sehen, dass sich einige der Familie Zeit genommen haben, um mit uns zu sein. Es wurden viele Geschichten ausgetauscht, und es flossen auch einige Tränen, da wir uns nicht oft sehen, sei es in Portugal oder in der Schweiz.

Insgesamt waren wir 20 Personen, was eine grosse Runde war, für das das dieses Treffen spontan stattgefunden hat, und es war schön, mit der Familie zusammenzukommen. Es war ein schöner Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Tag 3: Von Ericeira nach Sintra (Dienstag, 10.09.2024)

 

Heute begann unser Tag wieder mit dem Hotelfrühstück und führte uns danach direkt nach «Ericeira», dem Surf- und Fischerparadies an der Küste Portugals. Die engen Gassen des charmanten Ortes erinnern ein wenig an Griechenland – weiss-blaue Häuser, gemütliche Strassencafés, und überall spürt man die entspannte Atmosphäre. Dort gönnten wir uns einen Kaffee und genossen die frische Meeresbrise.

Nicht zu vergessen: Ericeira ist bekannt für seine sehr windige Küste! Aber genau das macht den Charme dieses Ortes aus und macht ihn definitiv einen Besuch wert. Wir schauten auch bei dem kleinen Laden des Cousins von Adriana vorbei, einem charmanten Touristengeschäft, das perfekt in diese gemütliche Küstenstadt passt.

 

Danach ging es für uns weiter nach «Sintra», einem Ort voller Geschichte und Magie.

Zuerst machten wir eine Mittagspause im «Restaurant Incomum», wo wir wirklich fantastisch gegessen haben – eine kulinarische Erfahrung, die uns begeistert hat! Anschliessend spazierten wir durch die «Quinta da Regaleira», ein riesiger Park mitten im Grünen mit bezaubernden Teichen, geheimnisvollen Höhlen und beeindruckenden Skulpturen. Unser absolutes Highlight war die mystische Treppe ins Dunkle, der «Poço Iniciático», ein spiralförmiger Brunnen, der tief in die Erde führt und ein wahrer Ort der Faszination ist. Schaut euch die Bilder an und staunt selbst!

Leider hat es für den «Palácio da Pena» zeitlich nicht mehr gereicht, aber keine Sorge – unsere Route wird uns noch einmal hierherführen, und wir werden diesen Besuch nachholen! Stattdessen sind wir dann noch durch die Stadt Sintra geschlendert und haben und etwas Süsses gegönnt.

Den Abend liessen wir im Restaurant «Dona Azeitonas» ausklingen.

Tag 4: Von Lissabon zu den Gigantenwellen von Nazaré und Peniche – Küstenabenteuer pur (Mittwoch, 11.09.2024)

Heute wollten wir noch das perfekte Foto in Lissabon machen und sind dafür zuerst zum Aussichtspunkt «Miradouro de São Pedro de Alcântara» gegangen – mit einem fantastischen Blick über die Stadt. Danach führte uns unser Weg zur berühmten Gasse mit der wohl bekanntesten Strassenbahn von Lissabon, der «Rua Da Bica de Duarte Belo». Mit ihrem nostalgischen Charme ist diese Strasse ein absolutes Muss.

Adrianas Bruder flog heute bereits zurück in die Schweiz, während für uns der Roadtrip erst richtig begann. Unsere Reise führte uns weiter nach «Nazaré», den Ort mit den grössten Wellen der Welt und der Surfrekorde. Im September sind die Wellen zwar noch nicht so hoch wie ab Oktober, aber sie sind immer noch beeindruckend genug, dass sich nur wenige ins Wasser trauen. Wir haben zwei mutige Surfer weiter draussen im Meer gesehen, aber dort, wo die Wellen brechen, wirkt es wirklich furchterregend.

Vom «Farol da Nazaré» aus hat man einen tollen Blick auf die südliche Seite des Strandes, die deutlich ruhiger ist und wo auch normale Badegäste ins Wasser gehen können. Auf der nördlichen Seite jedoch türmen sich die riesigen Wellen, und das Meer ist unruhig. Die Einheimischen erzählen von einem unterirdischen Canyon, der für die riesigen Wellen verantwortlich ist.

Übrigens, wenn ihr die typischen portugiesischen Frauen in ihren traditionellen sieben Schichten Röcken sehen wollt, dann findet ihr sie oben beim Farol in Nazaré, sie verkaufen dort ihre typischen Gebäcke, wie zum Beispiel süsse Mandeln aus Portugal!

Danach schlenderten wir entlang der Strandpromenade des südlichen Strandes, vorbei an einigen Souvenirshops, und genossen ein köstliches Essen im «Restaurant Taverna do 8 ó 80». Obwohl es eigentlich warm war, wehte an dieser Küste ein so starker Wind, dass uns einen Ohrschutz wirklich gefehlt hat.

Nach Nazaré fuhren wir weiter nach «Peniche» und erkundeten die Küste in Richtung Süden. An einigen Orten hielten wir an, um die beeindruckenden Klippen und das tosende Meer zu bestaunen – die perfekte Kulisse für ein kleines Abenteuer am Atlantik. Peniche ist als einer der besten Surf-Hotspots Europas bekannt, besonders für den berühmten Spot «Supertubos», wo jedes Jahr die besten Surfer der Welt antreten.

Peniche ist auch für die «Berlengas-Inseln» bekannt, ein Naturschutzgebiet mit kristallklarem Wasser, das perfekt für Bootstouren und Tauchgänge ist. Da das Meer jedoch sehr unruhig war und uns die Zeit fehlte, haben wir diesen Ausflug ausgelassen.

Auf unserer Fahrt fielen uns auch einige Viertel auf, die uns an brasilianische Favelas erinnerten – mit kleinen, dicht gedrängten Häusern, die in einer lebendigen und chaotischen Anordnung stehen. Diese Viertel, oft bunt bemalt und mit Wäscheleinen im Wind, zeigen eine andere, authentische Seite Portugals.

Am Abend checkten wir im «Promar Eco Beach & Spa» in «Maceira» ein. Obwohl wir für diese Nacht wenig bezahlt hatten, bekamen wir ein überraschendes Upgrade für unseren Jahrestag und Geburtstag von Davide, welche beide am 16.09. sind! Besonders begeistert waren wir von unserem Zimmer mit Meerblick und dem Spa-Bereich. Zwar merkt man, dass der Spa-Bereich nicht mehr ganz so gepflegt wird, aber es reichte vollkommen, um nach einem windigen Tag zu entspannen.

Am Abend assen wir im Restaurant des Hotels. Wir genossen einen atemberaubenden Sonnenuntergang beim Meer während unserem Abendessen. Danach schauten wir uns noch den Aussenpool an, und sogar ein Jacuzzi gibt es auf der Dachterrasse des Hotels!

Satt und erschöpft liessen wir den Tag entspannt ausklingen.

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Tag 5: Von der Küste ins Märchenland Sintras (Donnerstag, 12.09.2024)

Nach einer erholsamen Nacht haben wir uns noch das Frühstück im Hotel gegönnt – mit einem wunderbaren Blick auf das Meer. Zum Glück war der Wind heute schwächer als an den vorherigen Tagen, was unseren Spaziergang nach dem Frühstück am Strand etwas angenehmer machte.

Allerdings hatten die Wellen einiges an Algen an Land gespült, sodass wir uns recht schnell wieder auf den Weg ins Hotel machten.

Unser Ziel für den Tag: der «Palácio Nacional da Pena» in «Sintra». Auf dem Weg dorthin machten wir eine kurze Esspause am Bahnhof von Sintra, bevor wir mit dem Bus zum Park des Palastes fuhren. Von der Bushaltestelle waren es noch ein paar Minuten zu Fuss, aber der Anblick des Palastes entschädigte uns für den kleinen Aufstieg. Der Palast wirkt wie ein echtes Märchenschloss – eine bunte, fantasievolle Architektur, die uns in Staunen versetzte. Wir verbrachten viel Zeit damit, die Umgebung zu erkunden und natürlich viele Fotos zu machen.

Um 17:00 Uhr war es dann endlich soweit, und wir konnten den Palast von innen besichtigen. So beeindruckend der Palast von aussen ist, waren wir von der Inneneinrichtung nicht ganz so überwältigt. Es war interessant, die Räume der königlichen Familie zu sehen, die hier einst lebte, und besonders die verschiedenen Kuppeln und die wunderschönen Muster und Farben der Kacheln waren einen Blick wert. Dennoch ist der Palast von aussen eindeutig die grössere Attraktion.

Nach diesem kulturellen Ausflug machten wir uns auf den Weg nach «Estoril», wo wir im «Hotel Alvorada» eincheckten. Gleich neben dem Hotel entdeckten wir ein italienisches Restaurant, das sehr gute Bewertungen hatte. Dort liessen wir den Abend gemütlich ausklingen und genossen eine leckere Mahlzeit.!

Satt und zufrieden beendeten wir den Tag und freuten uns auf das, was uns morgen erwarten würde.

Tag 6: Estoril, Cascais und Cabo da Roca – Ein Tag zwischen Küste, Wind und Monumenten (Freitag, 13.09.2024)

Am Morgen starteten wir direkt zum Strand von «Estoril». Obwohl es noch früh war, füllte sich der Strand bereits mit Badegästen, da es schon sehr warm war. Der grosse Park vor dem Casino und der Strand sind die Hauptattraktionen hier, ansonsten hat Estoril nicht allzu viel zu bieten.

Deshalb machten wir uns bald auf den Weg zum «Cabo da Roca», dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands.

Leider spielte das Wetter dort nicht mit – dichter Nebel, sodass wir keine 10 Meter weit sehen konnten, und dazu war es richtig kalt! Kurzerhand beschlossen wir, weiter nach «Cascais» zu fahren und machten unterwegs noch einen kurzen Stopp am «Praia do Guincho». Hier sahen wir einige Surfer, die sich in die Wellen stürzten, doch der Wind war so heftig, dass wir fast weggeblasen wurden. Trotzdem war die Aussicht auf das wilde Meer und die Küste ein echter Traum.

In «Cascais» angekommen, genossen wir den sonnigen und lebendigen Ort. Die malerischen Gassen, das mediterrane Flair und die angenehme Wärme machten den Tag perfekt. Nach einem leckeren Mittagessen im «Restaurant Mana» gönnten wir uns eine Abkühlung am «Praia da Rainha». Und ja, das Wasser im Atlantik war genauso kalt, wie es alle behaupten!

Nach dem Strandbesuch fuhren wir weiter zum «Boca de Inferno», einer beeindruckenden Felsformation, wo die Wellen mit Wucht in die Klippen schlagen.

 

Danach wagten wir einen zweiten Versuch am «Cabo da Roca» – und diesmal hatten wir Glück! Der Nebel war verschwunden, und wir konnten die atemberaubende Aussicht geniessen.

Unser nächster Stopp war der «Praia da Ursa», berühmt für seine riesigen Felsen im Meer, die den perfekten Fotospot bieten. Danach ging es über die berühmte «Brücke 25 de Abril», die der Golden Gate Bridge in San Francisco erstaunlich ähnelt. Besonders beeindruckend war, dass unter der Brücke gleichzeitig ein Zug fährt!

Als krönenden Abschluss des Tages besuchten wir den «Cristo Rei», die riesige Christusstatue, die an die Statue in Rio de Janeiro erinnert. Die Aussicht von dort oben auf die Brücke und Lissabon war einfach atemberaubend.

Danach fuhren wir weiter in Richtung Süden und checkten am Abend im «Hotel Cristobal» in «Setúbal» ein. Nach einer schnellen Dusche nahmen wir ein Uber zum «Meat Moment Steak House», wo wir ein unglaublich leckeres Steak genossen. Zufrieden und satt ging es danach zurück ins Hotel, wo wir den Abend mit einem Welcome-Drink an der Hotelbar gemütlich ausklingen liessen.

 

Tag 7: Von Setúbal über Tróia und Comporta – Ein Boho-Paradies inmittel von Portugal! (Samstag, 14.09.2024)

Nach dem sehr grosszügigen Frühstücksbuffet in unserem Hotel machten wir uns auf den Weg zur Fähre in «Setúbal», die uns für 25 Euro in Richtung «Tróia» brachte. Die Überfahrt dauerte etwa 25 Minuten, und unser nächstes Ziel war der Strand «Praia Tróia Mar». Sobald wir ankamen, fühlte sich die Gegend nicht mehr wie Portugal an – es war mehr ein Ferienort, vor allem für Einheimische, mit einigen Hotels. Ein echter Geheimtipp, denn der Strand sieht fast aus wie in Sardinien – feiner, weisser Sand und kristallklares Wasser.

Nach einem kurzen Badespass fuhren wir weiter in Richtung Süden und hielten zum Mittagessen in «Comporta». Dort speisten wir im «Restaurant Comporta Flavours», einem gehobenen Restaurant. Es war wunderschön, aber auch ziemlich teuer – wir bezahlten dort fast doppelt so viel für unser Essen wie bisher auf unserer Reise. Aber für alle Boho-Style Liebhaber ein Besuch wert! Das kleine Dörfchen ist ein Boho-Paradies!

Nach dem Essen besuchten wir kurz den «Praia da Comporta», einen beeindruckenden, 20 km langen Sandstrand, der uns mit seiner Schönheit begeisterte. Danach machten wir uns auf die zweistündige Fahrt in den Süden, in die Algarve, genauer gesagt nach «Albufeira».

Dort angekommen, checkten wir in unser wunderschönes Apartment «Verandas do Castelo» ein. Am Abend fuhren wir mit einem Uber in die Altstadt von Albufeira. Die Stadt war voller Leben – wir waren wirklich überrascht, so viele Touristen, Partygänger und vor allem Engländer anzutreffen, obwohl die Hauptsaison eigentlich schon vorbei ist. Ob wir wieder hier in Albufeira ein Apartment oder Hotel buchen würden? Wir denken weniger. Uns hat die Gegend von Lagos und Sagres besser gefallen. Aber ein Abend in Albufeira müsst ihr erlebt haben, es ist der Ballermann von Portugal.

Tag 8: Ein Tag voller Abenteuer an der Algarve – Tauchen und Entspannung (Sonntag, 15.09.2024)

Für das Frühstück entschieden wir uns für die «Pastelaria Colibri 2», wo wir uns erst einmal gut stärkten. Danach machten wir uns auf den Weg zum «Praia da Coelha». Da der Herbst nun spürbar einbricht, war das Meer extrem unruhig und spülte einiges an Seegras an den Strand. Trotzdem war es hier wie im Paradies und genau so, wie wir uns die Algarve vorgestellt hatten.

Weiter ging es für uns zum «Praia Ponte Grande». Dort entschieden wir uns jedoch, nicht zum Strand hinunterzugehen, da hier noch mehr Seegras angespült worden war. Im Sommer sieht es hier aus wie im Paradies, aber das Seegras kann schnell die Schönheit der Natur verändern. Dennoch bleiben die Strände ein absoluter Traum!

Anschliessend fuhren wir zur Apotheke, da wir uns für den Nachmittag zum «Discover Scuba Diving Kurs» angemeldet hatten. Für Adriana besorgten wir Tabletten gegen die Übelkeit auf dem Boot, da die Wellen ziemlich hoch und unruhig waren, und für Davide einen Nasenspray, da er sich in den ersten Tagen wegen des Winds etwas erkältet hatte.

Bevor es dann zum Tauchkurs ging, stärkten wir uns noch mit einem kleinen Mittagessen am Hafen im «Restaurant El Barrio». Am Treffpunkt von «Easydivers» angekommen, begann unser Theorieunterricht, und danach ging es gleich in den Pool, um die nötigen Übungen für den Ernstfall zu üben. Für Adriana war es da jedoch schon vorbei – sie bekam während der Übungen leichte Panik, obwohl alle Übungen gut geklappt hatte, sodass sie nicht mehr im Meer tauchen wollte.

Davide hingegen konnte trotz seiner Erkältung weitermachen. So ging es für uns mit dem Boot hinaus aufs Meer. Doch schon nach weniger als 10 Minuten wurde der Tauchgang abgebrochen, da die Bedingungen im Wasser zu schlecht waren. Das Wasser war so trüb, dass man keine zwei Meter weit sehen konnte.

Leider mussten wir also frühzeitig zurück an Land. Doch immerhin wissen wir jetzt, dass Tauchen für Adriana definitiv nichts ist, während es für Davide durchaus interessant bleiben könnte. Aber auch beim Schnorcheln kann man schon das meiste im Meer sehen.

Nach dem Tauchabenteuer gingen wir einkaufen, um Kleidung zu waschen und Frühstück für die kommenden Tage vorzubereiten. Wieder zu Hause angekommen, machten wir uns schon bereit für unser Abendessen im «Restaurante O Marinheiro», das 10 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt war. Ein schöner und romantischer Abschluss unseres heutigen abenteuerlichen Tages.

Tag 9: Davides 25. Geburtstag -  ein Tag voller Überraschungen! (Montag, 16.09.2024)

Heute wurde Davide an seinem «25. Geburtstag» mit einem wunderbaren Frühstück von mir, Adriana, im Apartment überrascht. Nach dieser Stärkung ging es zur ersten Überraschung des Tages: eine «Delfin- und Küstenhöhlen-Tour» ab dem Hafen von Albufeira. Wir machten auch einen Halt in der weltberühmten «Benagil-Höhle» und sahen viele Delfine – darunter vor allem Mütter mit ihren Baby-Delfinen, die den Kleinen beibrachten, wie man atmet und jagt. Es war einfach traumhaft! Sie kamen sogar ganz nah an unser Boot. Was für eine tolle Überraschung!

Nach dieser unglaublichen Tour stärkten wir uns kurz am Hafen und fuhren dann weiter in Richtung «Queda do Vigário», einem normalerweise wunderschönen «Wasserfall» in der Gegend von «Alte». Leider hatten wir etwas Pech, da kein Wasser floss – entweder ist er ausgetrocknet oder die Saison ist vorbei und das Wasser wurde abgestellt. Im September war es in Portugal sehr trocken und heiss, weshalb es im Norden sogar sehr grosse Waldbrände gab.

Danach ging es für uns an den «Praia dos Arrifes». Auch hier gab es leider wieder Algen, aber es gab genug Stellen, um ins klare Wasser zu gelangen. Davide gönnte sich eine erfrischende Abkühlung, während ich lieber in der Sonne entspannte.

Zurück im Apartment sonnten wir uns noch ein wenig am «Hauspool», der definitiv angenehmer temperiert war als das Meer. Am Abend wurde Davide dann noch im «Restaurant Il Borge» (natürlich italienisch) eingeladen. Es war mit Abstand die beste Pizza, die wir in Portugal hatten, und wir genossen den magischen Sonnenuntergang vom Balkon des Restaurants aus. Ein perfekter Abschluss für diesen besonderen Tag, welcher übrigens auch unser Jahrestag ist!

Tag 10: Abenteuer in der Benagil Cave und die Schönheit von Lagos (Dienstag, 17.09.2024)

Heute starteten wir früh in den Tag – bereits um 7 Uhr waren wir oberhalb der berühmten «Benagil Cave». Zuerst haben wir die Höhle von oben betrachtet, da sie ein grosses Loch oberhalb der Höhle hat. Ursprünglich wollten wir ein Kajak mieten und die Höhle auf eigene Faust erkunden, doch seit letztem Jahr ist das Betreten und Erforschen der Höhle eigenständig verboten. Gründe dafür sind die Einsturzgefahr, die Sicherheit der Touristen und der Übertourismus. Zum Glück konnten wir aber spontan vor Ort eine Tour buchen – nur noch ein anderes Paar war dabei, also war es eine sehr entspannte Tour.

Mit dem Kajak erkundeten wir die Benagil Cave vom Meer aus und fuhren entlang der Küste, wobei wir noch weitere wunderschöne Höhlen, Strände und Abschnitte der Steilküste entdeckten. Wir stiegen sogar alleine bei einem verlassenen Höhlenstrand aus und entdeckten im kriechen die Höhle hinten dran. Wir hatten diesen magischen Ort für uns allein - es war ein Traum!

 

Nach der rund zweistündigen Tour ging es für uns weiter zum «Praia do Carvalho». Leider war der Strand voller Seegras, und plötzlich zog dichter Nebel auf. Deshalb entschlossen wir uns, weiterzuziehen.

Unser nächster Stopp war die «Altstadt von Lagos», wo wir durch die charmante Altstadt schlenderten und im scharmanten «Restaurant Pomo» zu Mittag assen. Danach fuhren wir weiter zum «Praia do Camilo». Als wir ankamen, hatten wir zunächst wieder Pech mit dem Nebel, der aber glücklicherweise schnell verschwand. Der Strand entpuppte sich als einer der schönsten Strände, die wir hier bisher gesehen haben – und das Beste: ohne Algen!

Von dort aus sind wir zu Fuss zum «Ponta da Piedade» gelaufen, wo uns eine atemberaubende Aussicht erwartete. Diese beide Orte müsst ihr gesehen haben! Für einen romantischen Sonnenuntergang fuhren wir dann zum Aussichtspunkt «Belvedere Arcos Naturais de Benagil». Von oben sehen die Felsen wie ein Herz aus, und vom Wasser aus erinnern sie an einen Elefanten. 

Nach dieser beeindruckenden Sichtung und diesem romantischen Abend ging es kurz nach Hause zum Duschen, bevor wir den Abend im nahegelegenen «Restaurant Dom Dini» ausklingen liessen.

Tag 11: Ein Tag im Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, Sagres und das Fischerdörfchen Ferragudo (Mittwoch, 18.09.2022)

Heute haben wir wieder früh in den Tag gestartet und uns auf den Weg zum «Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina» gemacht. Es ist ein geschütztes Naturgebiet an der Südküste Portugals, das sich über Teile der Regionen Alentejo und Algarve erstreckt und umfasst eine Fläche von etwa 110 km entlang der Küste. Unser erster Halt war der «Praia de Odeceixe Mar», ein breiter, langläufiger Strand, an dem wir fast alleine waren. Man merkt sofort, dass es hier viel ruhiger zugeht als in der Algarve.

Als nächstes fuhren wir weiter zum «Praia da Amoreira» und «Praia de Monte Clérigo». Leider hatten wir hier wieder einmal Pech – der Nebel war so dicht, dass wir fast nichts sehen konnten. Trotzdem gab es viele Surfer, die die Wellen genossen. Danach ging es weiter zum «Praia da Arrifana», wo wir den Strand von oben bestaunten, bevor wir uns auf den Weg zum «Praia do Amado» machten. Dieser Strand war wunderschön, und es waren viele Surfer im Wasser. Wir gönnten uns einen gemütlichen Kaffee mit Blick auf das Meer und genossen die Sonne. Davide liess es sich nicht nehmen, eine kurze Abkühlung im Wasser zu nehmen.

Zum Mittagessen ging es für uns dann weiter nach «Sagres» ins «Bossa Brew House», ein kleines, charmantes Städtchen mit einem herrlichen Strand. Danach besuchten wir den «Farol de Sagres», wo wir die Weite des Parks ein wenig unterschätzt haben und ziemlich viel laufen durften. Hier beim Farol startet anscheinend Europa sagt man.

Unser nächster Strand war der «Praia do Beliche», bevor wir uns dann auf den Weg machten, um den Sonnenuntergang am «Praia dos Três Irmãos» zu erleben. Der perfekte Abschluss für einen schönen Tag!

Zum Abendessen ging es ins «Restaurant TerraCotta» im niedlichen Fischerdörfchen «Ferragudo», wo wir unglaublich gute selbstgemachte Pasta hatten. Die Nonna stand an der Theke und man konnte den ganzen Teigprozess beobachten während dem Essen. Dieser Fischerdörfchen ist zwar sehr klein, aber ein absolutes Must Do hier in Portugal. Am Besten sogar am Tag statt am Abend. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt fuhren wir noch eine halbe Stunde zu unserer Unterkunft und fielen nach diesem erfolgreichen Tag tot müde ins Bett.

Tag 12: Von der Algarve über Vilamoura zur Hochzeit in Bordum in der Türkei (Donnerstag, 19.09.2024)

Nach dem Checkout aus unserem wunderschönen Apartment in Albufeira ging es los, um noch den Magneten von der Algarve zu besorgen. «Albufeira» ohne betrunkene Touristen und überfüllte Gassen zu erleben, war eine ganz neue Erfahrung! Danach teilten wir uns eine hammermässige Pizza bei «Divini Gelato Pizza» – mit einer leckeren Burrata, mit richtig viel Stracciatella drin. Weiter ging es zum «Praia da Falésia», einem Strand mit atemberaubenden Farben und Felsformationen.

Nach diesem Highlight fuhren wir nach «Vilamoura», einem gehobenen Hafenstädtchen. Dort schlenderten wir am Hafen entlang und gönnten uns ein leckeres Dessert in einem der vielen Restaurants. Dann war es Zeit, uns auf den Weg zum Flughafen zu machen, um unseren Nachtflug in die Türkei, um genau zu sein nach Bodrum, zu nehmen. Dort feierten wir die 3-tägige Hochzeit des Bruders von Davide. Auf dem Weg zum Flughafen in Lissabon fuhren wir über die beeindruckende und lange «Vasco-da-Gama-Brücke» – ein perfekter Abschluss für diesen aufregenden Tag!

Unser Roadtrip entlang der Westküste Portugals war ein unvergessliches Abenteuer voller atemberaubender Strände, beeindruckender Landschaften und köstlicher lokaler aber auch sonstigen europäischen Spezialitäten. Von der traumhaften Algarve bis zum Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina haben wir die Vielfalt dieser Region in vollen Zügen genossen.

Besonders die Delfin- und Küstenhöhlen-Tour ab Albufeira und die magischen Sonnenuntergänge werden uns immer in Erinnerung bleiben. Es war eine Reise voller Überraschungen, und Portugal hat unsere Herzen erobert.

Obwohl der September vielleicht für Badeferien etwas zu spät ist und die Algarve im Sommer oft überfüllt ist, können wir eine Reise im Juni wärmstens empfehlen. Das werden wir beim nächsten Mal auch so machen! Wir hoffen, euch inspiriert zu haben, selbst die Westküste zu erkunden. Bis zum nächsten Abenteuer!

*Alle Angaben ohne Gewähr

**Alle Informationen im September 2024

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